• Ist die Stiftung eine Konkurrenz für den Förderverein ?

    Nein, im Gegenteil!
    Beide sind „Geschwister“, sie ergänzen sich sehr sinnvoll. Die Stiftung ist eine langfristige Investition, deren Erträge für die zuvor festgelegten Zwecke verwendet werden. Und das kann natürlich auch der Förderverein sein! Das Kapital der „cojobo-Stiftung“ bleibt also erhalten. Das bietet Planungssicherheit für die langfristige Förderung bestimmter Projekte. Spenden für den Förderverein hingegen - so die rechtliche Auflage - müssen in den laufenden Haushalt einfließen und spätestens zwei Jahre nach Erhalt ausgegeben sein.

     

    Der Verein

    Der Verein ist eine Organisationsform, bei der Gleichgesinnte oder Betroffene sich gemeinsam Ziele setzen und diese »vereint« erreichen. Ein Verein bindet Menschen an die Vereinsidee, indem er sie als Mitglieder einbezieht. Hier liegt der grundlegende Unterschied zur Stiftung: Die Mitglieder können gemeinsam den Vereinszweck ändern oder den Verein wieder auflösen.
    Aufgrund dieser demokratischen Strukturen stellt der Verein in Bezug auf Flexibilität und Anpassungsfähigkeit eine ideale Alternative zur Stiftung dar. Oftmals wird ein Verein auch als Vorläufer einer Stiftung gegründet. Mit geringen Mitteln kann so zunächst die »Markttauglichkeit« der Stiftungsidee getestet werden.
    Der Verein kann besonders dann interessant sein, wenn das Grundkapital deutlich unter 50.000 Euro liegt. Denn ein Verein benötigt kein Mindestkapital. Er finanziert seine Arbeit nämlich nicht durch Kapitalerträge, sondern durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Getragen wird ein Verein durch das - zumeist ehrenamtliche - Engagement seiner Mitglieder.
    Ein Verein kann grundsätzlich die gleichen Ziele und Zwecke verfolgen wie eine Stiftung. Allerdings darf er, anders als die Stiftung, nur in geringerem Umfang Rücklagen bilden, so dass die Kontinuität des Vereins stärker von den Mitgliedsbeiträgen geprägt ist.